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26.06.2022

Blick über den Tellerrand #27

Von Alexander Rubenbauer, Nürnberg
 

Die große Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist die Entwicklung eines gemeinsamen Konzepts für eine bessere Welt: Altruismus, liebende Güte und Mitgefühl sind das einzige pragmatische Konzept, das für eine solidarische Wirtschaft sorgt. Es würde den Politikern erlauben, sich ernsthaft für das Wohlergehen der Bevölkerung einzusetzen, und endlich den Wissenschaftlern zuzuhören, die wissen, was getan werden muss, um gemeinsam die Zukunft kommender Generationen zu sichern.

(ARTE: Was uns heilig ist: Vom Wesen der Weisheit, Minute 50: Matthieu Ricard)

Much psychopathology involves an attempt to avoid difficult thoughts and emotions. Therapy involves a guided attempt to overcome such experiential avoidance. The remedy for avoidance is exposure. It appears that most therapy conditions and therapy techniques that work do so in part by (unwittingly or indirectly) enacting the exposure process. To a non-trivial degree, all therapy is exposure therapy.

(Noam Shpancer: All Therapy Is Exposure Therapy)

Zügiges Gehen ist ein Multitalent für die Gesundheit: Es erhöht den Sauerstoffumsatz im Körper, trainiert das Herz, stärkt die Gefäße, baut Muskeln auf, versorgt die Gelenke. Auch das Gehirn profitiert. Forscher haben herausgefunden, dass Mäuse in Bewegung im Hippocampus lebenslang neue Gehirnzellen bilden. Das gibt Anlass zur Vermutung, dass auch der Mensch mit Bewegung seinen Reservetank im Gehirn auffüllen kann. Zum motorischen Ablauf des Gehens benötigt der Körper kaum Köpfchen. Der gibt nur die Initialzündung, den Rest erledigt das Rückenmark. Kein Wunder, dass nicht nur Spaziergangsforscher das Gehen nutzen, um auf neue Ideen kommen. Gehen schärfe das Bewusstsein, heißt es. Tatsächlich steigert Bewegung die Leistungsfähigkeit des Gehirns und sorgt für gute Stimmung. Beim Gehen werden Glückshormone ausgeschüttet, die den Alltagsstress wegpusten. Gehen ist längst Therapieform bei psychischen Krankheiten.

(ARTE: Gehen: Wundermittel für Körper und Seele)

Was passiert eigentlich mit unserem Plastikmüll, nachdem wir ihn in die Recyclingtonne geworfen haben? Verschmutzung durch Plastik wird weltweit zu einem immer größeren Problem. Der Film stellt die Frage: Wer verdient an der Plastikkrise?

(ARD: Die Recyclinglüge)

What others think, what they believe, what they expect — these are bars to a prison cell. To break free, you must realize that those bars are lining their cage, not yours. You can walk away at any point.

(Joshua Fields Millburn: Nobody Has the Power to Upset You)

Seit Oktober 2020 müssen Krankenkassen auch digitale Gesundheits-Apps bezahlen – obwohl der Nutzen häufig zweifelhaft ist. Nach Informationen von NDR und WDR konnten Nutzer außerdem auf Daten anderer Patienten zugreifen.

(Tagesschau: Sicherheitslücken bei Gesundheits-Apps)

Ein Glück, dass wir im 21. Jahrhundert leben und es für jedes Krankheitsbild die passende App gibt. Seit Oktober 2020 gibt’s die auch auf Rezept, die Digitalen Gesundheits-Anwendungen, oder kurz: DiGAs. Vielen Dank dafür an Jens Spahn. (…) Die wenigen Digitalen Gesundheits-Anwendungen, die wir angeschaut haben, hatten massiven Datenabfluss. Insgesamt haben sie Daten von mehr als 20.000 Patient:innen verloren. (…) Die von der vorigen Regierung eingeführte Gesetzgebung macht es sehr einfach, solche Apps zu entwickeln. Daher werden es jeden Monat mehr. Das lohnt sich natürlich vor allem für die App-Hersteller. Immerhin bekommen diese für jede Verschreibung ihrer App gutes Geld: etwa 200 bis 700 Euro – pro Quartal.

(Zerforschung: Datenabfluss auf Rezept)

Unsere Familienchats sind besser geschützt als unsere persönlichen Gesundheitsdaten – zu diesem Schluss kommen die ehrenamtlichen Forscher:innen von Zerforschung. Die Symptome sind eindeutig: Wohin sie auch blicken, kommen trivialste Sicherheitslücken in „Digitalen Gesundheitsanwendungen“ (DiGA) zum Vorschein.

(Chaosradio: Gesundheits-Apps: Diagnose: Datenschutz mangelhaft)

 

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