Psychologie
19.01.2013

Teufelskreise in Beziehungen durchbrechen

Von Alexander Rubenbauer, Nürnberg
 

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. (Albert Einstein)

Nehmen wir an, zwei Personen empfinden ihre Beziehung als unproduktiv und schwierig, sehen aber keinen Ausweg.

Eine Äußerung von Person A bewirkt Gefühle in Person B, die beginnt sich entsprechend der Gefühle zu verhalten und zu äußern.

Dadurch bewirkt sie Gefühle in Person A, die sich nun ihrerseits entsprechend ihrer Gefühle verhält und äußert, usw.

Dadurch, dass sich die Personen jeweils nur als Reagierende erleben, entsteht ein Teufelskreis.

Aus Äußerung und Antwort, Aktion und Reaktion, entsteht eine Beziehungsdynamik, die positive wie negative Effekte haben kann.

So beklagt sich zum Beispiel eine Frau darüber, dass der Mann so oft abends weggeht, und der Mann geht abends weg, weil er die häufigen Klagen seiner Frau nicht hören will.

Der Teufelskreis schaukelt sich durch die Beziehungsdynamik immer weiter auf, bis bereits Kleinigkeiten ausreichen, um den Konflikt eskalieren zu lassen.

Sich dieser Dynamik und Funktion des Teufelskreises bewusst zu werden, kann helfen, einen Ausstieg zu finden.

Irgendeiner muss den ersten Schritt tun. Dann können die Betroffenen den Teufelskreis in eine Erfolgsspirale aus positiven Handlungen und positiven Gefühlen verwandeln.

 

Über den Autor
Alexander Rubenbauer ist Psychologe, 32 Jahre alt und studierte Psychologie in Kassel und Eichstätt.
Er arbeitet u. a. in psychotherapeutischer Praxis in Nürnberg und ist per E-Mail zu erreichen.

 

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