Persönlichkeitsentwicklung
12.04.2010

Lüge vor Wahrheit?

Von Alexander Rubenbauer, Nürnberg
 

Was ist das für eine Gesellschaft, in der man sagen kann: „Ich habe mich nicht getraut, die Wahrheit zu sagen“?

Im Umkehrschluss bedeutet das, die Lüge ist eine Option, weil die Wahrheit niemand hören will.

Lügen ist gesellschaftlicher Standard und für die Wahrheit wird man bestraft?

Sollte es nicht umgekehrt sein?

Sollte nicht das Lügen geächtet werden und man sollte immer darauf pochen, die Wahrheit zu hören, auch wenn sie vielleicht manchmal unangenehm ist?

Die ganze Gesellschaft lügt sich gegenseitig den Buckel voll, weil jeder glaubt, wenn er die Wahrheit spricht, wird es verheerende Konsequenzen haben.

Aber Lügen halten nicht lange. Sie halten jedoch von einem wahrhaftigen und ehrlichen Miteinander ab.

Lügen verhindern eine positive Weiterentwicklung und zerstören den Einzelnen und die Gesellschaft im Ganzen.

 

Über den Autor
Alexander Rubenbauer ist Psychologe und arbeitet u. a. in psychotherapeutischer Praxis in Nürnberg. Er studierte Psychologie in Kassel und Eichstätt und ist Vorstandsbeauftragter und Sprecher im Verband der Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VPP) im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP). Er ist per E-Mail erreichbar.

 

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